fbpx
Home Jahr2016 NAGOYA SPEED & CUSTOM SHOW 2016

NAGOYA SPEED & CUSTOM SHOW 2016

by Michael Schmidbauer
1940 Mercury Top Chop, Nagoya Speed And Kustom Show 2016

Tja liebe Leute, was soll ich sagen. Wie euch vielleicht aufgefallen ist hatten wir letzten Dezember die Yokohama Hot Rod & Custom Show verpasst, mein Drang Richtung Japan war also mehr als angestachelt. Der letzte Besuch lag über ein Jahr zurück und war wie der Name der Show wahrheitsgemäß aussagte: Legendär. Wie uns die Veranstalter damals versicherten, wird es keine zweite „Classic Legends“ Show mehr geben, man hatte alles gegeben um ein einmaliges Feuerwerk der Eindrücke abzufeuern und das gelang für alle Beteiligten in beeindruckender Art und Weise. Wir waren 3 Tage durchgehend nur umgeben von dem was wir alle so leidenschaftlich lieben. Doch was kommt nach einer solchen Megashow? Ist man fortan nur noch enttäuscht wenn man auf Treffen fährt? Ich kann es euch sagen: Es sind gemischte Gefühle, denn einerseits ist es natürlich schwer einen solchen einmaligen Kracher zu toppen und man betrachtet jede andere Show mit einem leicht schmerzvollen und müden Lächeln, andererseits findet man aufgrund der dort vorgefundenen, absoluten Überreizung der Sinne auch wieder ein Stück weit zur Basis und damit zur Ruhe zurück. Denn ehrlich: Kurz nach der Show konnte mir zum Beispiel kein 64er Chevy Impala mehr ein Lächeln auf die Lippen zaubern, es waren einfach zu viele, ich hatte das Gefühl einfach alle gesehen zu haben. Ein paar Monate später allerdings habe ich mir selbst einen zugelegt, der jetzt schön in einsamer Idylle im bayerischen Hinterland rumcruist. Doch ich schweife ab, was ich damit eigentlich sagen wollte: Ja, es gibt ein Leben nach der Classic Legends Show, auch wenn ich Mitleid mit all denjenigen habe, die die Show verpasst hatten. Die gute Nachricht, es gibt noch andere Shows mit anderen Fahrzeugen die ich noch nicht besucht habe. Die Mooneyes Show in Yokohama stand jetzt zwei mal auf dem Programm, Nagoya einmal. Wie man unschwer erkennen konnte liegt das Herz der japanischen Szene in der traditionellen Autostadt Nagoya. Die Chancen dort weitere großartige Shows zu erleben standen also gut. Ich hatte schon seit Monaten angedacht auf die Nagoya Speed And Custom Show zu gehen, doch so richtig konkret wurde der Plan irgendwie nicht. Einerseits war ich zu sehr mit der Haussanierung beschäftigt, andererseits war ich mir irgendwie nicht ganz sicher ob ich hin will oder nicht. 2 Wochen vor der Show, das Wetter in Deutschland wechselte gerade im Stundentakt zwischen Winter und Sommer, kam ich schließlich zu dem Entschluss, dass ich unbedingt hin muss. Die Flüge sind wie gewohnt wirklich bezahlbar und werden teils sogar kurz vor Abflugtermin noch günstiger (bitte nicht darauf verlassen!). Da ich zwar sehr spontan bin, aber im Moment eher wenig Zeit habe, hatte ich den Trip wirklich sehr, sehr knapp bemessen. Samstag erreichte ich den Flughafen Chubu im Süden Nagoya`s, Sonntag war Showtag und Montag früh morgens ging es wieder in Richtung Bayern. Ein strammes Programm, doch es sollte sich lohnen. Ein rundherum Programm mit Extra Show am Vortag und Werkstattführungen im Nachgang gab es eben sowenig wie Pre- und Afterparties. Sollte mir nur recht sein, schließlich wollte ich hauptsächlich die Show und die dortigen Autos sehen.

Die Speed & Custom Show fand wieder auf dem Messegelände Portmesse in Nagoya statt. Die große Halle und der Außenbereich davor beherbegte die eigentliche Show, in der Kuppelhalle fand gleichzeitig die „Offline Buy & Trade“ statt. Ein riesiger Markt auf dem alles feilgeboten wurde, was Kultstatus hat und/oder handwerklich hergestellt wurde. Eine Mischung aus Flohmarkt und Kunsthandwerkermarkt mit Bezug auf, ich sage mal, Kustom Kulture versteht sich. Ein durchkommen auf diesem Markt war schlichtweg anstrengend und teils unmöglich, da es hier nur so vor Kaufverrückten wimmelte die auch nicht vor Körpereinsatz zurückschreckten. Ein kleines Rätsel gab mir ein kleiner deutscher Panzer auf, der ebenfalls zum Verkauf stand. Nicht klein im Sinne von Spielzeug, klein im Sinne von kleiner, fahrbarer Panzer. Wie und warum er dort stand? Wie gesagt ein ungelöstes Rätsel am Rande. 
Die kleinere Messehalle, die auf der Classic Legends auch voll besetzt war, stand dieses Mal leer. Glaubt es mir oder nicht, aber ich war froh darüber. Die große Showhalle reichte völlig aus und sorgte auch so dafür, dass ich über Stunden nur damit beschäftigt war mir all die Fahrzeuge und Details näher zu Gemüte zu führen und per Kamera fotografisch fest zu halten. Wenn ich eine Show in dieser Größenordnung fotografiere gehe ich nicht unbedingt mit einem künstlerischen Anspruch an die Fotos an die Arbeit, mir geht es viel mehr darum festzuhalten, was es zu sehen gab und was mir gefällt. Ein fancy Foto auf dem eigentlich nicht zu erkennen ist um was es sich handelt schaut zwar sicher gut aus, macht in meinen Augen aber keinen rechten Sinn wenn es darum geht den Leuten zu zeigen was dort wirklich ausgestellt war. Wie oft habe ich selbst über Bildreportagen einer Show geflucht, weil der Fotograf offensichtlich nicht wirklich was mit der Szene zu tun hat und nur auf Fotos mit der ungewöhnlichsten Perspektive aus war. Das Ergebnis, man bekam nichtssagende Details aus seltsamen Perspektiven zu sehen, dazu einen Haufen Szeneleute die sich in Pose werfen und man fragte sich danach: Okay, aber welche Fahrzeuge waren denn eigentlich vor Ort? Aber es ist nicht einfach eine Show in dieser Dimension so für euch darzustellen, dass ihr auch wirklich das Gefühl bekommt, zu wissen was dort los war. In 7 Stunden habe ich dort immerhin knappe 1000 Fotos gemacht. Ein kleiner Indikator dafür, was es zu sehen gab. Um es unserer Layoutabteilung nicht allzu schwer zu machen, werden die Bilder schließlich thematisch sortiert. Thematisch, wie sie auch auf der Show selbst zu sehen waren. Das Thema Speed And Custom ist viel- und gleichzeitig nichts sagend. Es konnte quasi alles zu sehen sein oder eben auch nicht. Meine Erwartungshaltung war für diese Show auf neutralem Level angesiedelt, sprich ich lies mich einfach mal überraschen. Was ich schließlich vorfand lies meine Augen in jeder Hinsicht aufleuchten und mein Herz schneller schlagen. Denn es wurden folgende Themen abgehandelt: Customs, Lowrider, Hot Rods und Motorräder (zusätzlich gab es noch Japanische Tuning Fahrzeuge, ein paar Muscle Cars und eine ansehnliche Käfer und T1 Bus Ansammlung – auf diese werden wir jedoch nicht aus offensichtlichen gründen nicht eingehen). Zusätzlich zur Show im Inneren der Halle gab es sehr zu meiner Begeisterung auch einen Außenbereich mit ausgewählten Fahrzeugen. Bei den vorherrschenden Frühsommerlichen Temperaturen und Sonnenschein, keine schlechte Idee. Auf die einzelnen Bereiche schriftlich einzugehen macht hier jedoch eher weniger Sinn. Was welche Kategorie ist sollte dem geneigten Leser durchaus Bekannt sein und wenn nicht, wird die Identifikation durch bildliche Erklärungen durchaus erleichtert. Man kennt das ja schon aus der Erziehung, mit Bildern lernt man einfach leichter. Daher haben wir die Story auch in die bereits genannten Kategorien aufgeteilt, zum einen oder anderen Bild gibt es noch nähere Detailinformationen, damit ist denke ich alles zu dieser unglaublichen Show und deren Teilnehmern gesagt. Ich bin mir sicher, dass uns der Enthusiasmus der Japaner, mit dem sie an diesem Lifestle und die Fahrzeuge herangehen, noch lange erhalten bleibt und wir noch auf so manche Überraschung gefasst sein dürfen. Auch an Shows wird es in Zukunft nicht mangeln, wie immer kann ich es euch nur eindringlich ans Herz legen den Schritt in Richtung Asien zu wagen, seht es euch einmal mit eigenen Augen an, ihr werdet positiv überrascht sein. Die nächste Show auf der wir definitiv zu finden sein werden, ist Yokohama Hot Rod & Custom Show, die sich 2016 zum 25igsten Mal jährt. Wir sehen uns dort!


1926 Ford Model T Roadster Pick-up, DuVall Windshield

Eine DuVall Windschutzscheibe auf einem 1926 Ford Model T Roadster. Gebaut wurde der Roadster Pick-up bei arts Body aus Nagoya.

Hot Rod, Channeling, V8, Chevrolet, Tri-Power

Ein gechannelter Roadster Hot Rod mit Chevrolet V8 und Tri-Power Anlage.

1930-31 Ford Model A Coupé, Top Chop, Channeling, V8, Chevrolet

Ein gechopptes und gechanneltes Ford Model A Coupé von 1930/31 mit exzessiv gelouvertem Heck.

1930-31 Ford Model A Coupé, Top Chop, Channeling, V8, Chevrolet

Das gechoppte und gechannelte 1930/31 Ford Model A Coupé hat ein Chevrolet Smallblock Herz mit Tri-Power Anlage.

1930-31 Ford Model A Coupé, Top Chop, Flathead

Radikal gechoppt, minimal gechannelt und von einem Ford Flathead V8 angetrieben. 1930-31 Ford Model A Coupé.

1930-31 Ford Model A Coupé, Top Chop, Flathead

Der Ford Flathead V8 in diesem Ford Model A Coupé wird mit zwei Vergasern beatmet.

1930-31 Ford Model A Coupé, Ford Thunderbird V8, Tri-Power

Die Karosserie dieses 1930-31 Ford Model A wurde tief gechannelt und gechoppt. Erstaunlicherweise eine relativ selten zu sehende Kombination: Der Ford wird von einem Ford Thunderbird Y-Block mit Tri-Power angetrieben.

1930-31 Ford Model A, 1932 Ford Kühlergrill

1932 Ford Kühlergrill an einem Ford Model A von 1930-31.

1928-29 Ford Model A, Chevrolet, V8, Blower, Kompressor

Ein mächtiger Kompressor thront auf dem Chevrolet V8 in einem Ford Model A von 1928-29.

1930-31 Ford Pick-up, Hot Rod, Chevrolet V8, Top Chop

Tief gechannelt und gechoppt ist dieser Ford Model A Pick-up. Angetrieben wird er von einem Chevrolet Smallblock.

1932 Ford Roadster Hiboy, Hot Rod, 1936 Ford Roadster

Zwei heißbegehrte Modelle nebeneinander: Im Vordergrund ein Ford Roadster von 1932 als klassischer Hiboy Hot Rod. Daneben ein Ford Roadster von 1936

1934 Ford 3-Window Coupé, Speichenfelgen, Fenderless, Top Chop

Gechoppt aber nicht gechannelt: 1934 Ford 3-Window Coupé ohne Fender.

1936 Ford Roadster, 375ci, Leftys Speed Shop, Hot Rod

Ein Ford Roadster von 1936 mit 375ci V8, dezenter Tieferlegung und entfernter Stoßstange.

1936 Chevrolet Lowrider Bomb, Dukes Car Club

Der Dukes Car Club stellte dieses 1936 Chevrolet Coupé aus, es rollt auf Wire Wheels mit Skinny White Diagonalreifen.

1936 Chevrolet, Dukes Car Club, Bad Ass 36

Der Bad Ass 36 ist eine Chevrolet Lowrider Bomb vom Dukes Car Club.

1936 Chevrolet, Lowrider, Bomb, Dukes Car Club, Mural Paint

Ein Mural Paintjob am Heck einer 1936 Chevrolet Lowrider Bomb vom Dukes Car Club.

1936 Chevrolet, Lowrider, Bomb, Sun Visor, Sonnenschute, Engraved

Die Befestigung dieser Sonnenschute ist graviert worden.

1936 Chevrolet, Lowrider, Bomb, Accessoires

Accessoires aller Art sind essenzieller Bestandteil der Lowrider Bomb Szene.

0 comment
0

You may also like

Leave a Comment

This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish. Accept Read More