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25th Yokohama Hot Rod & Custom Show

by Michael Schmidbauer
1938 Pontiac Kustom, Candy Apple Red, Packard Kühlergrill

Dezember steht auf dem Kalender, Dezember 2016. Ein ganz normaler Winterbeginn in Deutschland, bislang schnee- und weitestgehend eisfrei geblieben, trauen sich noch die letzten mit ihren Hot Rods, Kustoms und Bikes auf die Straße, um ein paar Runden in der Vorweihnachtszeit zu drehen. Doch schon bald kommt das Salz. Dann hat der Spaß im Normalfall sein Ende, die geliebten Fahrzeuge gehen endgültig in den wohlverdienten Winterschlaf oder zumindest in die Garage, wo Wartung und weitere Umbauten anstehen. Dezember 2016 auf der anderen Seite der Erde, genauer gesagt in Yokohama, ist die Saison noch lange nicht zu Ende. Ein etwas milderes Klima sorgt hier für erfreuliche 15 bis 18 Grad, lediglich ein kalter Meereswind sorgt auch hier manchmal für kühle Luft. Doch nicht das Wetter zieht in diesen Tagen die Kustomszene aus aller Welt in die Küstenstadt auf der japanischen Hauptinsel Honshū, es ist ein ganz besonderes Jubiläum: die 25. Ausgabe der Mooneyes Yokohama Hot Rod & Custom Show. Ich berichtete euch bereits in den letzten Jahren von der 22. und 23. Ausgabe, die 24. ließ ich zugunsten der Classic Legends und der Speed & Custom Show in Nagoya ausfallen. Die diesjährige Show war also auch für mich ein kleines Jubiläum: der fünfte Besuch in Japan.

Viele Leute fragen mich immer wieder, ob sich das denn wirklich lohnt? Diese Frage kann man in jeglicher Hinsicht mit einem „Ja“ beantworten. Klar ist es ein langer Flug und die Zeitumstellung bereitet einem schlaflose Nächte. Aber spätestens wenn die Show beginnt, sind alle Strapazen vergessen und man begibt sich in eine Art Kustom Wonderland, welches man hierzulande in diesem Ausmaß einfach nicht kennt. Wer eine solche Größenordnung einmal erleben will, muss in die USA, nach Skandinavien oder Japan. Was die japanische Szene so besonders macht, ist nicht nur ihre unermessliche Größe, sondern auch die deutlich spürbare Verbindung der Leute mit dem, was sie tun. Hier lebt man das Ganze ausgiebig mit jeder Nuance, was einem als Europäer manchmal etwas überzogen erscheint. Dies ist jedoch nur der Eindruck, den wir von außen gewinnen. Taucht man erst in diese Welt ein, begreift man schnell, dass diese Dimension und Detailgenauigkeit schlicht und einfach die Art der Japaner entspricht. Denn wenn man sich hier einer Sache verschrieben hat, dann wird bis ins Detail alles richtig gemacht. Und das spürt man deutlich, wenn man diese Shows besucht.

Fahrzeuge werden hier übrigens auch nicht im selben Ausmaß wie in Deutschland ge- und verkauft. Der Großteil der Japaner in der Szene hat sich ein Ziel gesetzt und das wird mit allen Mitteln angestrebt und immer weiter verbessert. So ist es keine Seltenheit, dass Kustoms wie in den guten alten Tagen in den Vereinigten Staaten auch immer wieder umgebaut werden. In Japan bleibt man der Sache und vor allem seinem Wagen treu. Eine schöne und wünschenswerte Eigenschaft, die auch hierzulande mehr gepflegt werden sollte: Zu oft spürt man die Ungeduld und Unruhe, die den Großteil der Projekte nie fertigwerden lässt, da man schon wieder nach Neuem und vermeintlich Besserem strebt, anstatt das Beste aus dem Vorhandenen zu zaubern.

Die 25. Jubiläumsshow sollte nun etwas ganz Besonderes werden und ich war gespannt, wie das Team um Shige Suganuma, dem Besitzer von Mooneyes, dies bewerkstelligen wird. Eins kann vor- ab schon gesagt werden: Es war eine großartige Show! Los ging es für mich am Freitagvormittag am Flughafen Tokyo Narita, wo ich erfreulicherweise gleich der finnischen Künstlermannschaft, den Arctic Pinheads, begegnete. Ein guter Start! Weiter ging es mit der Ankunft im Yokohama Intercontinental, dem Hotel direkt neben der Messehalle. Glücklicherweise konnte ich hier Unterschlupf bei zwei Schweizer Kollegen finden, denn ein Einzelzimmer kostet in Japan über das Doppelte von einem 2- oder 3-Bettzimmer pro Person. Danke an dieser Stelle an David von Rocket Bros. Fotografie und an Rudy von Rudy’s Upholstery. Nach kurzer Eingewöhnungszeit und einer erfrischenden Dusche gingen wir zum Abendessen in das Mooncafé, um die ersten Leute zu begrüßen und ein wenig zu shoppen. Doch schon bald war klar, dass wir den Abend wohl eher traditionell in unserer winzig kleinen Stammkneipe in Yokohama beenden werden, dem Papa John’s. Barkeeper Ken kennt die alljährliche Invasion der HRCS-Besucher bereits und bereitete uns einen ausgelassenen Abend im Vorfeld des großen Jubiläums.

Am Samstag war dann trotzdem frühes Aufstehen angesagt, wobei ich sowieso nicht wirklich schlafen konnte. Also kurz gefrühstückt und dann mit den anderen rüber in die Showhalle, denn hier hatte der Aufbau bereits begonnen. Von überall her kamen die Ausstellungstücke angefahren, viele auf Achse, manche auf dem Hänger. Wieder andere hatten die große Reise über das Meer angetreten und wurden aus den USA und Australien nach Japan eingeschifft. Ein kurzer Aufenthalt in der Halle machte schnell klar, dass es ein Top-Organisationsteam bedarf, um dies alles zu organisieren und zu koordinieren.

Ein erstes Highlight nach all den alten Bekannten, die man begrüßte, war schließlich die Ankunft des Orbitrons. Er wurde am Samstag nur probeweise an seinen Platz gebracht, der eigentliche Einzug für die Special-Guest-Fahrzeuge ist wie immer erst am Sonntag. Der Vorteil des Samstags ist jedoch, dass man auch etwas zu sehen bekommt. Denn dann sind bei Weitem nicht so viele Leute vor Ort. Da fuhr er nun, eine von Ed Roths verrücktesten Kreationen. Das Bubble Top stand offen und als Fahrer war kein anderer als Dave Shutten zu sehen, der den Wagen bei Galpin Auto Sports restaurierte. Eine wiedererweckte Legende sieht man nicht alle Tage, der Samstag war für mich also geritzt, komme was wolle. Doch wie so oft, kam es noch besser, als man es vermuten hätte können. Denn eine wiedererweckte Automobile-Legende ist ja sehr schön, aber nichts im Vergleich zu einer wirklich lebenden Legende: Gene Winfield. Last Man Standing. Wie schon zwei Jahre zuvor begegnete ich ihm am Stand von Wheels United, wo auch schon das nächste Highlight in Form des „Desert Sunset“ getauften, von Winfield gebauten und lackierten 52er-Chevies auf mich wartete. Ein Highlight jagt das nächste, so könnte man den Besuch einer hochkarätigen Car Show wohl am besten beschreiben. Gene Winfield ist nun wirklich eine Ausnahmeerscheinung: Er ist inzwischen stolze 89 Jahre alt, arbeitet nach wie vor in seinem Shop in Mojave, Kalifornien, und besucht auch weiterhin Car Shows rund um den Globus. Vor diesem Mann kann man nur den Hut ziehen. Ich wünsche ihm auch weiterhin noch viele Jahre in bester Gesundheit!

Vom ersten Überblick der folgenden Show ging es dann aber auch schon zügig weiter im Programm. Nash, Chefredakteur vom japanischen Burnout Magazine, lud wie jedes Jahr eine internationale Runde zu seiner Karaoke-Party in ein Restaurant in Yokohama ein. Wir formierten uns zügig in Kleingruppen und los ging’s zu leckerem Essen, Bier und Gesang. Es ist einfach immer wieder schön, wenn Menschen unterschiedlicher Nationen zum Abschluss dieser kleinen Feier gemeinsam „We Are The World“ anstimmen – so einfach und grenzenlos wäre es, würde die Welt nur aus uns Kustom-Freaks bestehen.

Schon nach zwei Stunden mussten wir wieder zurück an der Messehalle sein, wo die offizielle Mooneyes Pre-Party mit Hunderten von Leuten, Essen, Getränken und Musik begann. Das Highlight war die Verlosung, die ich aber offen gestanden vor lauter Gesprächen vollkommen verpasst habe. Macht nichts, denn auch hier waren die Schotten schnell dicht, der nächste Programmpunkt war die obligatorische Dice Magazine Party in einem Club in den Hafenanlagen von Yokohama. Erfreulicherweise klappte dort dieses Jahr alles wie am Schnürchen und die deutsche und schweizerische Delegation konnte ausgiebig das Tanzbein zur passenden 60s-Garage-Musik schwingen. Nach etlichen Stunden war es dann endgültig an der Zeit, das Hotel aufzusuchen, denn der Hauptgrund dieser Reise sollte ja erst noch kommen: Die Jubiläumsshow.

Sonntag 7 Uhr: Der Wecker klingelte zwar nicht, dafür stand aber zuverlässig Rudy in der Tür und erinnerte eindringlich daran, dass wir losgehen sollten, schließlich durften wir ja schon eine Stunde vor den normalen Besuchern in die Halle. Auch wenn die Müdigkeit eher nach einer weiteren Stunde Schlaf schrie, ließ ich natürlich die Vernunft walten und hörte auf Rudy. Also los zur Show, bevor das zu erwartende Getümmel eintraf. In der Halle angekommen, eröffnete sich uns nun endgültig die wunderbare Welt der Kustom Cars und Bikes, die Mooneyes für uns und die Welt organisiert hat – anders kann man es nicht ausdrücken. Der große Schwerpunkt in diesem Jahr: Abwechslung. Zum 25. Jubiläum ließ es sich das Team um Shige Suganuma nicht nehmen, eine Show auf die Beine zu stellen, die die verschiedenen Facetten des Customizings qualitativ hochwertig in Szene setzte. Beim Gang durch die verschiedenen Ausstellungsbereiche wurde einem schnell bewusst, wie vielfältig das Ganze doch eigentlich ist, wenn man sich nur einmal darauf einlässt.

Neben einer großen Anzahl fantastischer, traditioneller Kustoms, Hot Rods und Lowrider fanden sich so auch exzellente Beispiele aus der schillernden Welt der 70er-Jahre-Street-Machines wieder. Funkelnd, schillernd und mit schrillen Schriftzügen bestückt, stahlen sie so manchem „Less is More“-Fahrzeug mit links die Show. Gleich daneben fand mit diversen Cal-Look-Käfern die VW-Szene ihre Insel und direkt dahinter befand sich ein Teil der Domestic Kustoms, sprich Fahrzeuge aus Japan, die entsprechend modifiziert wurden. Allesamt Modelle, die eigentlich nur in Japan in großen Stückzahlen bekannt sind, so zum Beispiel der Mitsubishi Debonair, der in den richtigen Händen zu einem wahren Kustomprimus mutieren kann. Auch Kleinstlieferwägen aus den 50er- und 60er-Jahren werden hier fleißig umgebaut, was zum großen Erstaunen so mancher Juroren aus dem Ausland sorgte, denn die kleinen Flitzer strotzten nur so vor Kreativität und handwerklichem Können.

An mehreren Stellen in der Halle verteilt, fand man sich im Bereich der Zweiräder wieder. Einige Hundert Exemplare verschiedenster Ausprägungen wurden entsprechend in Szene gesetzt und säumten die Gänge: Bobber, Chopper, Digger, Café Racer und auch moderne Lowriderbikes standen einträchtig nebeneinander und buhlten um die Gunst der Betrachter. Und für die war es nicht einfach, denn die Menge der interessanten Motorräder führte ebenso wie ihre Details schnell zur Reizüberflutung. Gut, dass die Veranstalter richtig gemischt hatten und man so von der Harley im Patinalook zur 1970 Triumph Metalflake Chopper mit gefühlter Zwei-Meter-Gabel nur ein paar Meter zurückzulegen hatte.

Ein weiterer Höhepunkt der Show war sicherlich auch der Stand von Paradise Road aus Nagoya. Der geneigte Leser erinnert sich eventuell noch an unseren dortigen Besuch im Frühjahr 2015. Paradise Road feierte 2016 ebenfalls Jubiläum und so fuhr der Eigentümer und kreative Kopf des Hauses, Junichi Shimodaira, einige seiner besten Kreationen auf. Am bekanntesten und auffälligsten dürfte hierbei der „The Galaxian“ getaufte 1926 Model T Kustom Rod sein. Am meisten gespannt waren wir jedoch auf zwei weitere Fahrzeuge, die Junichi mit nach Yokohama brachte: den Biketransporter „Ultimatum“, der aus einem 50er-Jahre-Chevy entsteht, und der extreme Show-Pick-up-Roadster „Salamander“. Beide Fahrzeuge sind noch bei Weitem nicht fertig, versprechen jedoch kreative Kunstwerke par exzellence zu werden. Der „Ultimatum“ wurde bereits frühzeitig seiner zukünftigen Bestimmung zugeführt und hatte zu Demonstrationszwecken ein Motorrad huckepack genommen. Das Bike selbst nennt sich „Psigodeligo“ und orientiert sich farblich stark am „Galaxian“, was dem ohnehin gelun- genen Bike noch das i-Tüpfelchen aufsetzte. Hier kommt zusammen, was zusammen gehört: Bikes und Kustoms.

Selbstverständlich gab es nicht nur unverkäufliche Fahrzeuge zu bestaunen, auch der Geldbeutel konnte beruhigt erleichtert werden. Hierfür boten sich sogar mehrere großflächige Möglichkeiten. An beiden Enden der Halle fanden sich zahlreiche Verkaufsstände unterschiedlichster Fashionables, Zubehörhersteller und natürlich der lokalen Magazine. Für den etwas anspruchsvolleren Käufer stand wie jedes Jahr ein riesiger Kustom-Kulture-Künstlermarkt zur Verfügung. Hier konnte man sowohl internationale als auch nationale Künstler bei ihrem Handwerk bestaunen und wenn man Glück und das nötige Kleingeld dabei hatte, sich etwas erstehen. Bei so manchem japanischen Künstler war dies aber mehr ein Glücksspiel, denn ihre Beliebtheit spiegelt sich in der Geschwindigkeit der „Sold“-Schilder, die an den Objekten auftauchten, deutlich wider. Für mich selbst, ich muss es ehrlich gestehen, war die Kustom Kulture Area nur eine Durchgangsstation, um zu weiteren Fahrzeugen zu gelangen, womit ich an diesem Tag mehr als genug beschäftigt war. Die Show endete bereits um 17 Uhr und da hieß es: flink sein, um alle Fotos in der Kasten zu bekommen. Nicht immer ein einfaches Unterfangen, denn die Besucherzahl war – wie zu erwarten – passend zur Jubiläumsshow rekordverdächtig.

Auf den folgenden Seiten könnt ihr euch nun selbst ein kleines Bild dieser unglaublich anspruchsvollen Show machen. Ich musste 1400 Bilder sortieren und habe eine möglichst vielseitige Auswahl für euch getroffen. Drei der Kustoms die mir besonders am Herzen liegen, stellen wir euch in einem Spotlight ein wenig näher vor. Siehe hierzu den Menüpunkt „Spotlights“.

Zu den Yokohama Hot Rod & Custom Show 2016 Spotlights:

Fotos & Text: Michael Schmidbauer

Yokohama Hot Rod & Custom Show 2016: Galerie

Hot Rods

1927 Ford Model T, The Galaxian, Paradise Road, Show Rod, Hot Rod

Der Galaxian aus dem Hause Paradise Road ist einer der außergewöhnlichsten Show Rods weltweit. Ursprünglich basiert er auf einem 1927 Ford Model T, davon ist aber nicht viel übrig geblieben. Die Karosserie ist extrem umgebaut, der Motor ein 348cui Big Block aus einem 1959 Chevy Impala.

1927 Ford Model T, The Galaxian, Paradise Road, Show Rod, Hot Rod, Innenausstattung Space Age

Die Innenausstattung des Galaxian ist kompletter Eigenbau und im Space Age Style gehalten.

1927 Ford Model T, The Galaxian, Paradise Road, Show Rod, Hot Rod

Space Age ab Werk: Die Dodge Lancer Radkappen von 1959 passen perfekt zum Galaxian Show Rod.

1927 Ford Model T, The Galaxian, Paradise Road, Show Rod, Hot Rod

Der Galaxian von Paradise Road Chef Junichi Shimodaira ist an der gesamten Karosserie in einem aufwändigen Panelpaintjob in Metalflake lackiert. Das durchgehende Rücklicht ist eine im Sonderanfertigung im Space Age Look.

1926 Ford Model T Roadster, Pete Chapouris, SoCal Speedshop

Pete Chapouris’ 1926 Ford Track T Sirod 2. Pete ist der Eigentümer des SoCal Speedshops. Der Wagen stellte in den 70er-Jahren einen Meilenstein dar, da er mit innovativen Ideen einen klassischen Lowboy Roadster neu interpretiert.

1926 Ford Model T Roadster, Pete Chapouris, Capri V6

Traditionelle Optik kombiniert mit damals aktueller Technik: Die Karosserie ist aus Fieberglas, der Motor ist ein 2.8L Capri V6.

1926 Ford Model T Roadster, Victor Hot Rod Shop, Mooneyes Best of Show, Flathead V8

Der 1927er Ford Model T Roadster aus dem Victor Hot Rod Shop im typischen Stil der 50er Jahre, mit krachenden Farben, wilden Flammen und einem komplett neu aufgebauten Flathead V8. Der Roadster gewann bereits 1999 den Mooneyes Best of Show Award.

1928-29 Ford Model A Roadster Pick-up, Flammenlackierung, Flathead V8, Channeling, Hot Rod, Bull Original

Die Karosserie dieses 1928-29 Ford Model A Roadsters von Bull Original ist über den originalen Rahmen gechannelt. Motorisiert ist er mit einem Ford Flathead V8. Auffallend ist die Flammenlackierung im Stil früher Hot Rods.

Ford Model A, 4-Banger Motor

Ein Ford Model B 4-Zylinder mit 2 Vergasern.

1928-29 Ford Model A Roadster, Racer, Flammenlackierung

Ein früher Salzsee-Racer auf Basis eines Ford Model A Roadsters mit einer für damals typischen, sehr roh wirkenden Flammenlackierung.

1928-29 Ford Model A Roadster, Spritzschutz, Hot Rod

Kotflügel und Running Boards wurden entfernt, der seitliche Spritzschutz verblieb an diesem Ford Model A Roadster von 1928-29. Die Frontscheibe wurde gekürzt.

1928-29 Ford Model A Roadster, DuVall  Frontscheibe, Hot Rod, Flathead V8

Eine DuVall-Frontscheibe ist ein beliebtes Detail an Hot Rods, wie zum Beispiel an diesem Ford Model A Roadster, denn sie verleiht zumindest optisch das Gefühl von Geschwindigkeit. Hinter dem 1932er Ford Kühlergrill schlummert ein Flathead V8.

1930-31 Ford Model A Coupé, Lavish Speed Shop, Evans Zylinderköpfe, Flathead V8, Hot Rof, Top Chop

Der Lavish Speed Shop brachte dieses 1930-31 Ford Model A Coupé nach Yokohama. Der Flathead V8 wurde mit etlichen Speedparts aufgewertet, die Zylinderköpfe stammen zum Beispiel von Evans. Die Karosserie erhielt einen Top Chop, wurde aber nicht über den Rahmen gechannelt.

1932 Ford Roadster, Flathead V8, Ardun OHV Conversion, Zora Arkus Duntov, Chevrolet Corvette

Dieser 1932er Ford Roadster fährt sozusagen die Kronjuwelen spazieren: Der ursprüngliche Flathead V8 wurde durch die Ardun Conversion zum OHV-Motor umgebaut. Der damalige Entwickler Zora Arkus-Duntov brachte später die Chevrolet Corvette auf Erfolgskurs.

Ford Model T Coupé, Top Chop, Channeling, Ford Model A Kühlergrill, Wards Riverside Reifen

Nur für kleine Leute geeignet: Ein radikal gechopptes und gechanneltes Ford Model T Coupé. Der Kühlergrill stammt von einem Ford Model A und wurde ebenfalls gekürzt. Angetrieben wird der Hot Rod von einem Ford Flathead V8. Die ungewöhnlichen Vorderreifen von Wards Riverside sind aus dem Traktorbereich.

Ford Model T Roadster, DuVall Windschutzscheibe, Chevrolet V8

Ford Model T Roadster: Kühlergrill von einem 1932er Ford, V8 aus einer Chevrolet Corvette und die Windschutzscheibe im DuVall Style.

Ford Model T Roadster Pick-up, Hot Rod, DuVall Windschutzscheibe, Louvers

Das Ladebett dieses Ford Model T Roadster Pick-up erhielt eine gelouverte Abdeckung. Die Motrabdeckung wurde ebenfalls gelouvert und an den gechoppten Kühlergrill eines Ford Model A angepasst.

Ford Model T Roadster, Speedster, Track Nose

Der Walker Special ist ein Ford Model T Speedster mit Track Nose

Ford Model T, Coupster, Australien, Lincoln V12

Aus Australien angereist kam der Coupster – ein zum Roadster aufgeschnittenes Ford Model T mit imposantem Lincoln V12 Flathead.

Ford Model T, Coupster, Australien, Lincoln V12

Extrem seltene Speedparts und ein sehr hohes Gewicht auf der Vorderachse machen den Lincoln Flathead V12 zwar zu einem sehr schönen, aber auch zu einem nicht ohne Grund sehr selten zu sehenden Hot-Rod-Mo- tor.

Ford Model T Roadster, Oldsmobile Rocket V8, Hot Rod

Ford Model T Roadster mit einem klassischen Hot-Rod-Motor: Einem Oldsmobile Rocket V8.

Ford Model T Roadster, Hot Rod, Turtle Deck

Der kleine Kofferraum bei Ford Model T Roadstern hat seinen eigenen Spitznamen: Turtle Deck.

Kustom Cars

1938 Pontiac, Carson Top, Packard Grill, Candy Paintjob, Mooneyes, Yokohama

Eines der vielen Highlights auf der Mooneyes Yokohama Hot Rod & Custom Show war dieser 1938 Pontiac mit Carson Top, Packard Grill und rotem Candy-Paintjob.

1938 Pontiac, Carson Top, Packard Grill, Candy Paintjob, Mooneyes, Yokohama

Candy Apple Red, Packard Kühlergrill, Carson Top – vereint an einem außergewöhnlichen Pontiac Kustom von 1938.

1938 Pontiac, Seitengrill 1935 Oldsmobile

Der kleine Grill an der seitlichen Motorhaube des 1938er Pontiacs stammt von einem 1935er Oldsmobile.

1940 Ford Deluxe Coupé, Artillery Wheels, Louvers

Dieses 1940er Ford Deluxe Coupé rollt auf Artillery Wheels mit diagonalen Wide Whites. Die Motorhaube ist gelouvert.

1949-51 Ford Coupé, Shoebox, Kustom Car

Kustom Car Klassiker: 1949er Ford Shoebox mit dezentem Top Chop und Lowering. Türgriffe, Embleme und Zierleisten wurden entfernt, die Scheinwerfer gefrencht. Die Candy-Lackierung gibt dem Ford ein klassischen Look.

1949 Ford Coupé, Shoebox, Kustom Car, Flammenlackierung, Seaweed Flames, Airride

Eine wilde Seaweed Flames Lackierung auf einer ungechoppten Ford Shoebox von 1949. Das Coupé liegt dank Airride Fahrwerk tief am Boden. Die Zierleisten, Türgriffe und Embleme wurden entfernt.

1949 Ford Coupé, Shoebox, Kustom Car, Flammenlackierung, Seaweed Flames

Die Scheinwerfer sind in diesem Fall original für einen 1949er Ford, oftmals werden sie bei Kustom Cars gefrencht.

1949 Ford Coupé, Shoebox, Kustom Car, Flammenlackierung, Seaweed Flames, Radir Tri-Rib Felgen, Wide Whites

Wide Whites auf traditionellen 5-Spokes, den Radir Tri-Ribs.

1949-51 Mercury Kustom, Top Chop, Airride, Lakepipes, 1955 DeSoto Kühlergrill, gefrenchte Scheinwerfer

Das volle Kustomprogramm inklusive Top Chop, Air- ride, Lakepipes, 1955 DeSoto Grill, rounded corners und gefrenchten Schein- werfern wird von der goldenen, seidenmatten Lackierung gekrönt. Ein Mercury Kustom wie er im Bilderbuch steht.

1951 Mercury Coupé, Kustom Car, Top Chop, 1955 DeSoto Kühlergrill, 1957 Cadillac Radkappen, Buick Seitenzierleisten

Die Good Fellows Kustom Design Inc. brachten ihren 1951er Mercury Kustom zur Yokohama Hot Rod & Custom Show. Der Mercury wurde gechoppt und gechannelt. Die Antennen und die Scheinwerfer gefrencht. Der Kühlergrill stammt von einem 1955er DeSoto, die Radkappen spendierte eine 1957er Cadillac. Der Seitentrim gehörte ursprünglich einem 1952er Buick.

1949 Mercury Coupé, Kustom Car, Top Chop, Airride

Lady in Black: Ein ganz in schwarz veredeltes Mercury Coupé von 1949. Das Dach wurde gechoppt, die B-Säulen nach vorne geneigt. Die Karosserie wurde gechannelt und für den restlichen Tiefgang sorgt ein Airride-System. Zierleisten und Türgriffe wurden entfernt, die Motorhaube erhielt Louvers und die Scheinwerfer wurden gefrencht. Am Heck hat der Mercury Fenderskirts installiert: Real Kustoms don’t have back wheels!

1949 Mercury Coupé, Kustom Car, Wide Whites, Sombrero Radkappen

Cooles Detail an diesem Mercury Kustom: Der Mercury Kopf ist auf der Beifahrerseite in den Sombrero Radkappen in blauem Kunstharz zu sehen, auf der Fahrerseite in rotem.

1949 Chevrolet Pick-up, Panel Paintjob, Airride, Kustom Car, Bullet Caps

Ein aufwändiger Panelpaintjob Ton in Ton auf diesem 1949er Chevrolet Advanced Design Pick-up. Die Türgriffe wurden entfernt, ansonsten ist die Karosserie weitgehend original. Der Rahmen erhielt etliche Modifikationen um mit Hilfe einer Airride den Wagen komplett auf den Boden legen zu können. Die Stahlfelgen werden mit Bullet Caps gekrönt.

1955 Chevrolet Bel Air 2dr Sedan, Perlweiße Lackierung, Lakepipes

Die strahlende, perlweiße Lackierung macht diesen zweitürigen 1955er Chevrolet Bel Air Sedan zum absoluten Blickfang. Der Wagen wurde dezent tiefergelegt und erhielt eine Sonnenschute und Lakepipes.

1955 Chevrolet Bel Air, Rücklichter, Lee Plastics

Die zweiteiligen Rücklichter eines 1955er Chevrolet Bel Air wurden durch einteilige Gläse von Lee Plastics ersetzt.

1958 Pontiac Chieftain 2dr Hardtop Coupé, Kustom Car, Louvers, Fadeaway Paintjob

Ein 1958er Pontiac Chieftain Hardtop Coupé bekommt man nur recht selten zu Gesicht, noch dazu als radikaler Kustom mit Top Chop, Louvers ind er Motorhaube, Fadeaway Paintjob und zahlreiche weitere Umbauten. Der Wagen gehört dem Flames Car Club.

1958 Pontiac Chieftain 2dr Hardtop Coupé, Kustom Car, Lochblech

Polierte oder verchromte Lochbleche wie hier mehrfach im Hintergrund zu sehen, werden bei traditionellen Kustom Cars vielfach verbaut.

1958 Pontiac Chieftain 2dr Hardtop Coupé, Kustom Car, Louvers, Scheinwerfer

Die vorderen Kotflügel des 1958er Pontiac Chieftain wurden überhalb der Scheinwerfer bearbeitet und neu geformt.

1958 Pontiac Chieftain 2dr Hardtop Coupé, Kustom Car, Louvers, Rücklichter

Die Rücklichter sind original 1958er Pontiac, jedoch wurden sie um 180 Grad gedreht und wieder eingebaut, was massive Karosseriearbeiten erforderte.

1959 AMC Rambler Station Wagon, Patina, Airride, Kustom Car

Seltener Anblick: ein 1959er AMC Rambler Station Wagon im Patina-Look.

1959 AMC Rambler Station Wagon, Patina, Airride, Kustom Car, Cragar SS Felgen

Cragar-SS-Five-Spoke-Felgen und Wide Whites auf dem 1959er AMC Rambler Station Wagon.

1959 Chevrolet Impala 2dr Hardtop Coupé, Tubegrill, 1960 Buick Scheinwerferringe

Die Scheinwerferringe an diesem 1959er Chevrolet Impala Hardtop Coupé stammen von einem 1960er Buick. Der Kühlergrill ist ein Tubegrill, die Motorhaube erhielt rounde Corners.

1959 Chevrolet Impala 2dr Hardtop Coupé, extreme Rücklichter, erweiterte Heckflossen, Kustom Car, Flames CC

Two Face heißt dieses 1959er Chevrolet Impala Coupé vom Flames C.C., der gerade in der Entstehung ist. Die weit nach unten gezogenen Rücklichter erinnern an das Markenzeichen von Bill Hines Kreationen.

1959 Chevrolet Impala 2dr Hardtop Coupé, Flames Car Club, Flammenlackierung

Gewagte Farbkombination mit wilder Flammenlackierung an einem 1959er Chevrolet Impala Coupé von 1959 vom Flames Car Club.

1961 GMC Pick-up, Airride, Channeling, Ringyou

Seidenmatte Lackierung am Ringyou, einem 1961er GMC Pick-up.

1961 GMC Pick-up, Airride, Channeling, Ringyou

Dieser 1961er GMC Pick-up erreichte den Boden mit Hilfe eines umgebauten Rahmens und einem Airride System.

1963 Chevrolet Impala 2dr Hardtop Coupé, Baremetal Lackierung

Der Browns Car Club brachte unter anderem diesen 1963er Chevrolet Impala zur Mooneyes Hot Rod & Custom Show nach Yokohama.

1963 Chevrolet Impala 2dr Hardtop Coupé, Baremetal Lackierung

Mattiertes Baremetal sieht man nicht oft auf einem 1963er Chevrolet Impala Coupé.

1964 Dodge Dart 500, 1959 Chevrolet Impala Rücklichter, Kustom Car, Panel Paintjob, Fading

Einen radikalen Kustom auf Basis eines 1964er Dodge Dart 500? In Japan ist alles möglich. Die Kempsgang zeigte eine neue Version des inzwischen legendären Coupés, dieses Mal mit einem Panelpaintjob mit Fadings. Das Dach des Dodge ist abnehmbar, die Rücklichter stammen von einem 1959er Chevrolet Impala.

1964 Dodge Dart 500, Scheinwerfer, Kustom Car

Schräge Sache: Kustom Scheinwerfer am 1964er Dodge Dart Kustom der Kempsgang.

Lowrider & Muscle Car Street Machines

Chevrolet Sedan, Bomb, Lowrider, 6-Zylinder

Auch Lowrider Bombs waren wieder vor Ort, wie dieser Chevrolet Sedan vom Homies Car Club. Selbst der Reihen-6-Zylinder wurde stilgerecht auf Vordermann gebracht.

1958 Chevrolet Bel Air Impala Convertible, Lowrider, Panelpaint, Hydraulic

Als Urvater des Impalas ist ein 1958er Chevrolet Bel Air Impala Cabrio eines der begehrtesten, aber auch teuersten Modelle für einen Lowrider. Dieses Exemplar erstrahlt in einer perfekten Panelpaint Lackierung, viele Chromteile sind graviert worden.

1958 Chevrolet Bel Air Impala Convertible, Lowrider, Panelpaint, Hydraulic

Klassiker: 1959er Cadillac Rückleuchten ersetzen die Originalen an diesem 1958er Chevrolet Impala Lowrider.

1958 Chevrolet Bel Air Impala Convertible, Lowrider, Panelpaint, Hydraulic

Wie es sich für einen Lowrider gehört, ist auch der Kofferraum bis ins Detail ausgebaut. Hier wurde sehr viel mit Chrom gearbeitet.

1963 Chevrolet Impala 2dr hardtop Coupé, Kustom Kühlergrill, Lowrider

Die Scheinwerfer dieses 1963 Chevrolet Impala verschwinden hinter einem im Originalmuster erweiterten Originalkühler- grill.

1963 Chevrolet Impala Convertbile, Lowrider, Metalflake, Engraving, Chrome

Welcome to the wild side! An diesem 1963er Chevrolet Impala Convertible Lowrider wurde jeder Millimeter akribisch bearbeitet. Eine ausgefallene Metalflake-Lackierung, verchromte und vergoldete Anbauteile, die teilweise graviert wurden. Auch der gesamte Rahmen und Unterboden wurden verchromt und lackiert.

1963 Chevrolet Impala Convertbile, Lowrider, Metalflake, Engraving, Chrome, Gold Taillights

Die Rücklichter und weitere Zierteile an diesem 1963er Chevrolet Impala wurden vergoldet.

1963 Chevrolet Impala 2dr Hardtop Coupé, Lowrider, Wire Wheels, Skinny Whites, Hydraulic

Lowrider wie dieses 1963er Chevrolet ImpalaHardtop Coupé sind oft penibel restaurierte Originalfahrzeuge mit einem einzigen Unterschied: ein verstärkter Rahmen und ein hydraulisches Fahrzeug.

1970 Dodge Challenger, Muscle Car, Street Machine, Metalflake, Magic Powder

Die Playboy Bunnies warten bereits bei diesem Anblick: 1970er Dodge Challenger im Street Machine Style der 70er Jahre.

1970 Dodge Challenger, Muscle Car, Street Machine, Metalflake, Magic Powder

Auch Muscle Cars wurden seit jeher umgebaut, unvergesslich sind die 70er-Jahre-Street-Machines im wilden Lackkleid wie eben dieser 1970 Dodge Challenger.

1970 Dodge Challenger, Muscle Car, Street Machine, Metalflake, Magic Powder

Auch ohne „Magic Powder“ kann man seine Augen nicht abwenden: Metalflake, Blattgold und Airbrush, soweit das Auge blickt. Liebe deutsche Muscle-Car-Fahrer: Traut euch mal was und lasst den Einheitsbrei hinter euch!

1970 Plymouth Roadrunner, Street Machine, Muscle Car, Metalflake, Blattgold, Big Block V8

Der „Godrunner“ ist ein 1970er Plymouth Roadrunner, der neben einer fantastischen Themenlackierung auch einen 510cui Hemi V8 unter der Haube sitzen hat und damit niedrige 11er-Zeiten auf der Viertelmeile hinlegt.

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